Wasserkraftwerke wandeln die mechanische Energie fließenden Wassers in elektrische Energie um. Dazu wird meist das Wasser eines Flusses mit einem Damm gestaut. Aus dem Stausee abfließendes Wasser treibt dann eine Turbine an, die wiederum einen Stromgenerator antreibt.
Die Leistung des Wasserkraftwerks ist dabei im Wesentlichen abhängig von der Menge des fließenden Wassers und der Höhendifferenz zwischen der Oberfläche des gestauten Wassers und der Turbine sowie den Eigenschaften von Turbine und Stromgenerator. Wasserkraftwerke können bis zu neunzig Prozent der mechanischen Energie des Wassers in elektrische Energie umwandeln.
In Deutschland werden circa 3,5 Prozent der Elektrizität mittels Wasserkraft erzeugt. Weltweit stammen etwa 16 Prozent des elektrischen Stroms aus Wasserkraftwerken. Norwegen deckt sogar fast seinen gesamten Strombedarf aus Wasserkraft, Brasilien zu 80 Prozent und Österreich zu etwa 55 Prozent.
Neben Wasserkraftwerken, bei denen ein Fluss gestaut wird, gibt es auch noch Gezeitenkraftwerke und Wellenkraftwerke, die Energie aus Ebbe und Flut oder aus Meereswellen zur Stromerzeugung nutzen. Beide befinden sich noch in der Entwicklung und spielen bisher nur eine unwesentliche Rolle bei der Stromerzeugung.